Aus vielen Fäden wird ein starkes Tau

Liebe Interessierte, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

es geht voran, manchmal in großen Schritten, manchmal durch eine Begegnung, aus der unverhofft etwas Neues entsteht. Was wir vor allem bemerken ist:: Unser Netzwerk wächst.

Ein wichtiger Schritt der vergangenen Wochen war der Dreh unseres Elevator Pitches in professioneller und gleichzeitig wunderbar entspannter Atmosphäre Wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis – und darauf, damit noch mehr Menschen für die Bildungszukunft zu begeistern.

Unser Netz wächst

Die Kontakte, die wir auf der Bildungsmesse educon geknüpft haben, führen inzwischen zu weiteren Kontakten – und diese wieder zu neuen. Manche Verbindungen sind bereits stabil, andere noch hauchdünn. Der bislang weiteste Faden reicht bis nach New York.

Wir sind zuversichtlich: Wenn immer mehr solcher Fäden zusammenkommen, lässt sich daraus irgendwann ein dickes, belastbares Tau flechten.

Wie wichtig es dafür ist, einfach über unsere Initiative zu sprechen, hat uns kürzlich eine unerwartete Begegnung im Handschuhsheimer Feld gezeigt.

Im Gespräch mit einem Gemüsebauern kam ich auf unsere Schulinitiative und schließlich auch darauf, dass wir Menschen suchen, die unsere Gründung finanziell ermöglichen. Seine spontane Reaktion überraschte mich: Ein alter Freund habe ihm von Menschen in seinem Umfeld erzählt, die keine Erben für ihr Vermögen hätten. Er wolle den Kontakt herstellen und unsere Initiative als eine Möglichkeit ins Gespräch bringen, mit einem Nachlass etwas Bleibendes für die Zukunft zu schaffen.

Aus einem ganz alltäglichen Gespräch ist so plötzlich ein neuer Faden entstanden.

Oft geht es in den Gesprächen um eine einfache Frage:

Was können wir heute tun, das unsere Gesellschaft in eine positive Zukunft führt?

Eine unserer Antworten darauf lautet:

Wir können jungen Menschen etwas mitgeben, das ihnen ein Leben lang bleibt: die Voraussetzungen, ihre Fähigkeiten zu entfalten und ihr Leben verantwortlich zu gestalten.

Selbstwirksamkeit statt Ohnmacht

Während der ruhigeren Sommerwochen ist dabei ein Aspekt unseres Schulkonzepts stärker in den Vordergrund gerückt: Selbstwirksamkeit.

In einer Zeit, in der viele Menschen angesichts großer gesellschaftlicher Herausforderungen das Gefühl entwickeln, selbst kaum etwas verändern zu können, ist die Erfahrung des Gegenteils besonders wertvoll: Ich kann etwas bewirken.

Genau diese Erfahrung sollen Schülerinnen und Schüler bei uns immer wieder machen. Sie übernehmen Verantwortung, treffen Entscheidungen und erleben die Konsequenzen ihres eigenen Handelns.

Der aktuelle ZEIT-Wissen-Artikel „Was kann ich schon ändern?“ beschreibt Selbstwirksamkeit als einen wichtigen Gegenpol zum Gefühl gesellschaftlicher Ohnmacht: Nicht der eine große Schritt ist entscheidend, sondern die Erfahrung vieler kleiner Schritte, durch die Menschen erleben, dass ihr Handeln Wirkung entfaltet.

Wir glauben, dass darin auch eine gesellschaftliche Dimension unseres Schulkonzepts liegt: Wer früh erlebt, dass das eigene Handeln etwas bewirken kann, hat eine wichtige Voraussetzung dafür, später Verantwortung zu übernehmen und sich für unsere demokratische Gesellschaft zu engagieren.

Und auch ganz konkret geht es weiter: In zwei Wochen beginnt an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg das neue Semester. Wieder werden sich bis zu zwanzig Studierende intensiv mit unserem Konzept beschäftigen, es kritisch hinterfragen und weiterentwickeln.

Helfen Sie uns, weitere Fäden zu knüpfen

Die Geschichte aus dem Handschuhsheimer Feld zeigt vielleicht am besten, was Sie für die Bildungszukunft tun können.

Suchen Sie nicht nach reichen Menschen. Erzählen Sie von unserer Idee.

Erzählen Sie Freunden, Bekannten und Menschen, mit denen Sie ins Gespräch kommen, warum Sie unsere Initiative interessant finden. Begeistern Sie andere dafür – und bitten Sie sie, die Idee ebenfalls weiterzutragen.

Wir wissen nicht, welcher dieser Fäden am Ende zu einem Menschen führt, der unsere Schule als Investor, Spender oder Förderer möglich machen möchte.

Aber wir erleben gerade, dass es immer mehr Fäden werden.

Und wir sind zuversichtlich, dass daraus ein Tau wird, das trägt.

Herzliche Grüße

Ihr Team der Initiative Bildungszukunft

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