Schlüsselkonzepte


Die Schlüsselkonzepte der Schule der Bildungszukunft speisen sich aus einer bedürfnisorientierten Perspektive auf die Gesellschaft einerseits sowie auf die einzelnen Schülerinnen und Schüler andererseits. Sie wurden durch intensive Diskussionen, Literaturarbeit und Rezeption von internationalen Beispielen von Schulentwicklungen und Best-practice-Beispielen geprägt. Jedes der entwickelten Schlüsselkonzepte ist oberflächenstrukturell auf unterschiedliche Art und Weise erreichbar.

Die Schlüsselkonzepte sind der Maßstab, an dem das Handeln und Entscheiden eines und einer Jeden gemessen werden.

>Förderung
>Sinnhaftigkeit
>Aufgeschlossenheit
>Professionalität
>Psychologische Sicherheit


Fachlichkeit

Die Schülerinnen und Schüler lösen Probleme und Herausforderungen, die für das Leben in unserer Gesellschaft bedeutsam sind. Dafür eignen sie sich Könnerschaft in spezifischem Fachwissen an.

Jede und jeder soll das je eigene Kompetenzprofil entdecken und ausbauen können. Niemand soll unter den eigenen Möglichkeiten bleiben.

Deshalb werden die Schülerinnen und Schüler bis zu ihrem Schulabschluss in ihren Einzelkompetenzen maximal möglich gefördert.

Das erreichte Niveau wird differenziert dokumentiert und mit erfolgreichen Projektarbeiten und Arbeitsproben hinterlegt.

Persönlichkeit

Die Schülerinnen und Schüler sollen sich selbstständig und demokratisch handelnd in ihrem Lebensumfeld behaupten können.

Die räumliche wie organisatorische Struktur ist darauf ausgerichtet, dass Schülerinnen und Schüler lernen zu argumentieren, zu diskutieren, Entscheidungen zu treffen und umzusetzen.

Alle schätzen nicht nur ihre eigenen Rechte und Freiheiten, sondern tragen auch aktiv zur Förderung und zum Schutz demokratischer Prinzipien bei.

Selbstständigkeit

Schule soll Menschen hervorbringen, die verantwortungsvoll Zukunft gestalten wollen.

Dieser Anspruch geht einher mit der Entwicklung und Förderung von verantwortungsvoller Selbstständigkeit.

Alle Beteiligten verstehen sich in erster Linie als Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen. Sie fördern die Schülerinnen und Schüler darin, selbständig …

  • in Kontakt mit ihrem Umfeld zu treten.
  • Lösungswege zu entwickeln und zu gehen.
  • ihren Lernstand zu reflektieren und Maßnahmen zu ergreifen.
  • die richtigen Zeitpunkte für die richtigen Themen zu erkennen.

Lernen und Lehren

Schülerinnen und Schüler wissen, warum sie etwas lernen.

Lernen in der Schule für Bildungszukunft ist an den Anforderungen unserer Gesellschaft orientiert. Das ermöglicht es dem Individuum das Nötige zu erlernen, um den für sich und die Gesellschaft wertvollen Platz in der Gesellschaft einnehmen zu können.

Für alle Beteiligten ergibt sich daraus unmittelbar die Sinnhaftigkeit ihres Tuns. Lernerfahrungen werden so angelegt, dass Lerninhalte sinnstiftend abgeleitet werden können.

Dazu trägt das Erschließen vielfältiger Lernräume bei, z.B. in Handwerksbetrieben, Sozialen Einrichtungen, Wissenschaftlichen Einrichtungen oder die Zusammenarbeit mit Menschen, die ihre Expertise und Lebenserfahrung zur Verfügung stellen.

Schulorganisation

Die Organisationsstruktur der neuen Schule dient dazu, die Umsetzung der Schlüsselkonzepte bestmöglich zu unterstützen.

Alle organisatorischen Maßnahmen werden auf ihren Beitrag zu den Schlüsselkonzepten hin überprüft.

Personen übernehmen Aufgaben, wenn sie die erforderlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten haben.

Strukturen orientieren sich an den konkreten Aufgaben.

Strukturen wandeln sich, wenn sich Aufgaben wandeln.


Personen

Jeder Schüler und jede Schülerin hat individuelle Stärken und Potenziale. Aus dieser Ressource schöpfen wir als Gesellschaft unsere Anpassungs- und Entwicklungsfähigkeit.

Jede und Jeder wird als Person akzeptiert. Gemeinsames Lernen wird ohne Abgrenzungshandlungen nach Personmerkmalen realisiert

Für alle Beteiligten ergibt sich daraus unmittelbar die Sinnhaftigkeit ihres Tuns. Lernerfahrungen werden so angelegt, dass Lerninhalte sinnstiftend abgeleitet werden können.

Dazu trägt das Erschließen vielfältiger Lernräume bei, z.B. in Handwerksbetrieben, Sozialen Einrichtungen, Wissenschaftlichen Einrichtungen oder die Zusammenarbeit mit Menschen, die ihre Expertise und Lebenserfahrung zur Verfügung stellen.

Gesellschaft

Schule ist Teil der Gesellschaft und bildet für ein Leben in der Gesellschaft aus. Deshalb ist die Schule unmittelbar mit verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren und Realitäten verwoben.

Die Schule sucht aktiv in allen gesellschaftlichen Bereichen nach Lernpartnerschaften.

Vorgehensweisen

Neuentwicklungen in allen Bereichen werden auf ihren möglichen Beitrag zur Verwirklichung der Schlüsselkonzepte überprüft.

Die Entscheidungsgrundlage für die Verwendung neuer Vorgehensweisen ist der wissenschaftliche Konsens über ihre Funktionalität und Zukunftsfähigkeit.


Lern- und Lehrwege

Jede Lern- und Lehrsituation wird mit dem Ziel gestaltet, dass sie zu nachhaltig Gelerntem führt.

Nachhaltig Gelerntes zeichnet sich durch die Zugänglichkeit und Verfügbarkeit des Gelernten in künftigen Handlungs- und Entscheidungssituationen aus.

Organisation und Schulentwicklung

Die Organisationsstruktur der Schule stellt die dauerhafte Konnektivität zwischen Oberflächen- und Tiefenstruktur sicher, sowie die Ausrichtung des Handelns und Entscheidens aller Beteiligten am Daseinszweck und an den Schlüsselkonzepten.

Die Orientierung der Schule an Schlüsselkonzepten ermöglicht es, das Handeln und Entscheiden aller Beteiligten immer wieder daraufhin zu beleuchten, in wie weit es zu der Realisierung der Schlüsselkonzepte beiträgt.

Dadurch können Abweichungen frühzeitig erkannt und mit geringem Aufwand korrigiert werden.

Kommunikationsprozesse

Kommunikation an der Schule der Bildungszukunft entwickelt sich prozesshaft:

  • Es werden Plattformen eingerichtet, die das Funktionieren der Kommunikationsprozesse gewährleisten.
  • An den Kommunikationsprozesse nehmen die Personen teil, die dafür notwendig sind.
  • Kommunikationsprozesse werden regelmäßig supervidiert.
  • Wo nötig, werden konkrete Aspekte gezielt trainiert.

Schulgemeinschaft

In einer Atmosphäre der Angstfreiheit und des geschützten Raums können sich alle Beteiligten ehrliche und offene Rückkopplungen geben, können Fragen stellen, eigene Überzeugungen in Frage stellen, ohne als Mensch infrage gestellt zu werden.

Eine Grundvoraussetzung dafür ist psychologische Sicherheit innerhalb der Schulgemeinschaft. Dazu gehört die stete Vergegenwärtigung und auch Weiterentwicklung der Schlüsselkonzepte und ihrer konkreten Erscheinungsformen in der Schulgemeinschaft

Psychologische Sicherheit ist die Voraussetzung dafür, dass jede und jeder Einzelne Verantwortung für die Schule übernimmt und gegebenenfalls negative Entwicklungen anspricht.

Persönliche Weiterentwicklung

In einer Atmosphäre der psychologischen Sicherheit ist es möglich, sich ohne Angst vor Sanktionen zu äußern.

Die Aufgabe aller Beteiligten ist dann das offene Prüfen, Besprechen, und Bearbeiten der Äußerungen, um gegebenenfalls eine Reorientierung an den Schlüsselkonzepten zu erreichen.

Für alle Aspekte der Weiterentwicklung ist eine wichtige Voraussetzung, dass die Beteiligten sich verletzlich zeigen können und dabei sicher sein können, nicht verletzt zu werden.


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